Was ist eigentlich Diabetes??

Diabetes mellitus (altgriechisch für: Honigsüßer Durchfluss) ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt ein Hauptsymptom der Erkrankung: Das Ausscheiden von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen süßlichen Geschmack auf.

Um die Erklärung zu der “Zuckerkrankheit” leichter zu gestalten, teile ich die beiden Formen in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe umfasst den juvenilen (jugendlichen) Diabetes. Die zweite Gruppe ist der sogenannte Altersdiabetes.

Wie kommt es zu einem Diabetes?
Ich befasse mich zuerst einmal mit dem Diabetes Typ 1 (juveniler Diabetes mellitus Typ 1). Bei dieser Art der Erkrankung werden durch verschiedene vorausgegangene Erkältungen, Kinderkrankheiten etc., die Langhanschen Inselzellen zerstört. Diese Inselzellen befinden sich in der Bauchspeicheldrüse und sind für die Insulinproduktion zuständig.
In seltenen Fällen kann die jugendliche Form der Zuckerkrankheit auch durch Vererbung zum Ausbruch kommen.
Ohne Insulin kann unser Körper die ihm zugeführten Kohlenhydrate (Zucker in der Cola, das Mehl im Brot) nicht mehr verarbeiten und den Muskeln zuführen.
Stellt euch das ungefähr so vor: Eure Muskeln besitzen ganz viele Türschlösser. Normalerweise dient das Insulin als Schlüssel um die Schlösser aufzusperren. Die Kohlenhydrate können zum Muskel und werden dort verarbeitet. Wenn jetzt der Körper kein Insulin mehr produzieren kann, fehlt natürlich der Schlüssel. Die Kohlenhydrate werden nicht mehr verarbeitet und werden direkt durch die Nieren mit raus gespült wenn sich dann genug angesammelt hatte.
Beim Typ 2 kann es verschiedene Faktoren geben. Am bekanntesten ist die durch Übergewicht. Wenn eine Person zu dick ist, kann das Insulin nicht mehr richtig Arbeiten, es staut sich auch der Zucker in den Blutgefäßen und in der Niere.
Der Typ 2 Diabetes wird im Volksmund auch „Alterszucker“ genannt.

Therapieformen:
Beim Typ 1 Diabetes eigentlich ganz einfach. Der Patient MUSS sich bis an sein Lebensende subcutan (ins Unterhautfettgewebe) Insulin spritzten. Bis jetzt gibt es noch keine Heilung. Nur die lange Therapie mit täglichen Insulinspritzen.
Beim Typ 2 werden meist Tabletten zur Anregung der Insulinproduktion / -wirkung gegeben. Zusammen mit einer diätischen Ernährung wird versucht das vorhandene Übergewicht zu senken. Das hat dann meist auch den Effekt, das bei diesen Diabetikern keine Therapie mehr nötig ist, außer eben eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Erhaltung des Gewichts.
Bei manchen Patienten mit dem Alterszucker muss auch irgendwann die Therapie mit Insulin gestartet werden.
Leider sind, meiner Erfahrung nach, diese Leutchen nicht wirklich gut geschult und wissen dadurch leider überhaupt nicht was sie tun und warum sie es tun.

Im nächsten Artikel folgt dann eine Erklärung der Therapieformen beim Diabetes Typ 1 (ICT= Intensivierte Insulin Therapie und natürlich die Pumpe!)

 


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